Priv.-Doz. DDr. med.

Mehmet Özsoy, F.E.B.U

Facharzt für Urologie & Andrologie

Wahlarzt / Privatarzt / Keine Kassen

Urologische Tumore

Prostatakrebs

Die führende Krebserkrankung bei Männern mit rund 60 000 Diagnosestellungen pro Jahr stellt der Prostatakrebs dar. Dieser zeigt gewöhnlich ein langsames Wachstum. Es können sich jedoch Tumorzellen, wie bei den meisten Krebsarten, über verschiedene Wege  im Körper ausbreiten und auch entlegene Ansiedlungen bilden, sogenannte Metastasen. Ist die Erkrankung in dieses Stadium fortgeschritten, ist eine Heilung oftmals nicht mehr möglich. Durchschnittlich sterben etwa 11 000 an Prostatakrebs Erkrankte pro Jahr.

 

Das Durchschnittsalter liegt bei 69 Jahren, wobei die Erkrankungswahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter steigt und bei Männern unter 40 Jahren vernachlässigbar gering ist. Sollte bei  Ihren männlichen Familienmitglieder ersten Grades, also Vater oder Bruder, bereits die Diagnose des Prostatakrebs gestellt worden sein, so ist auch Ihr Risiko für eine Erkrankung  als deutlich erhöht einzustufen.

 

Blasenkrebs

Die Harnblase ist ein Organ in Ihrem Beckenbereich, welches man sich in der Form eines Ballons vorstellen kann, der der Speicherung des Urins dient. Vor allem die Zellen, die die Innenhaut der Blase auskleiden, können entarten, dann spricht man von Blasenkrebs. Durch genetische Entwicklungen, fangen diese entarteten Zellen an, unkontrolliert weiterzuwachsen und sterben nicht ab, wie das normalerweise der Fall wäre. Als Folge dieser nicht ordnungsgemäßen Teilungen der entarteten Zellen entwickelt sich ein Tumor. Obwohl er prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten kann, sind häufig ältere Personen betroffen. Meistens wird Blasenkrebs schon in einem frühen Stadium entdeckt und ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr gut behandelbar. Leider tendiert er aber dazu wiederzukehren, oftmals auch viele Jahre nachdem er erfolgreich entfernt wurde. Aus diesem Grund sind regelmäßige Kontrollen der von Blasenkrebs betroffenen Patienten noch Jahre nach der Behandlung ein grundlegendes Prinzip der Nachsorge.

Die Ursachen für die Entstehung von Blasenkrebs sind multifaktoriell, als gesicherter Risikofaktor zählt das Rauchen. Zu den weitere begünstigende Faktoren gehören Infektionen mit Parasiten, radioaktive Strahlung oder der Einfluss bestimmter chemischer Substanzen auf den menschlichen Körper.

 

Auf folgende Anzeichen und Symptome für Blasenkrebs ist zu achten:

• Blut im Urin (Hämaturie). Dies kann in Verbindung mit Schmerzen auftreten, ist aber nicht zwingend notwendig. Der Urin imponiert rot oder bräunlich verfärbt. Er muss aber nicht immer sichtbar blutig sein, oftmals kann das Blut im Urin nur unter dem Mikroskop sichtbar sein und nachgewiesen werden.

• Rückenschmerzen

• Schmerzen im Beckenbereich

• Probleme oder Schmerzen beim Wasserlassen

 

Zu den wichtigsten Untersuchungen nach der Harn- und Ultraschalluntersuchung um Blasenkrebs bestätigen bzw. ausschließen zu können, zählt die Blasenspiegelung (Zystoskopie). Da etwaige Tumore mit dieser Untersuchung meist in einem frühen Stadium erkannt werden, sind in diesem Fall oft eine kleine Operation ausreichend um den Tumor zu entfernen.Dabei wird der Blasentumor endoskopisch durch die Harnröhre von der Blasenwand abgeschabt. Wie bereits erwähnt, sind anschließende engmaschige Kontrollen sehr wichtig, weil Blasenkrebs gerne wiederholt auftritt.

 

Nierenkrebs (Nierenzellkarzinom)

Die Nieren befinden sich im menschlichen Körper rechts und links der Wirbelsäule auf der Hinterseite des Körpers und haben in etwa die Größe einer Faust. Die Nieren sind für lebenswichtige Aufgaben im Körper zuständig, sie entfernen z.B. die Abfallprodukte aus dem Blut und sorgen dadurch für die Entgiftung des Körpers von diesen Schadstoffen, die dann ihrerseits über den Urin ausgeschieden werden.

Krebszellen besitzen die Fähigkeit der ungebremsten Vermehrung und können gesundes Körpergewebe verdrängen und sich im Körper ausbreiten oder streuen. Auch die Zellen des Nierengewebes können bösartig entarten, der Fachbegriff lautet in diesem Fall Nierenzellkarzinom. Nierenkrebs streut bevorzugt in Lunge, Leber, Knochen und Lymphknoten. Es lässt sich jedoch sagen, dass Nierenkrebs mit rund 15 0000 Neuerkrankungen pro Jahr vergleichsweise eher selten ist (bei Prostatakrebs sind es pro Jahr etwa 64 000 Neuerkrankungen, bei Brustkrebs sogar 70 000 Neuerkrankungen pro Jahr).

In 75 von 100 Fällen wird Nierenkrebs früh festgestellt, in den restlichen Fällen befindet er sich in einem fortgeschrittenen Stadium oder hat bereits gestreut.

 

Wie wird die Diagnose Nierenkrebs gestellt?

Nierenkrebs verursacht meist keine Beschwerden und wird häufig als Zufallsbefund . Er wird heutzutage häufig als Zufallsbefund entdeckt, meist im Zuge einer Ultraschalluntersuchung oder bei anderen Bildgebungen. Symptome wie Blut im Harn oder Schmerzen im seitlichen Bereich des Rückens treten –wenn überhaupt- eher spät auf, wenn der Krebs schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist.

Mit Hilfe bildgebender Verfahren wie einer Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT), die schichtweise Bilder vom Körperinneren liefern, können Ärzte präzise erkennen, ob ein Tumor der Niere vorliegt. Manchmal wird eine Biopsie der Niere gemacht, also ein kleines Stück Gewebe zur weiteren Untersuchung und genaueren Betrachtung unter dem Mikroskop entfernt.

Therapie

Nierenkrebs ist gut behandelbar, sofern er früh genug festgestellt wird. Normalerweise ist eine Operation die beste Therapieoption und der Krankheitsverlauf gut. Dabei gibt es zwei Optionen: einer organerhaltende Operation, bei der nur ein Teil der Niere mit dem Tumor entfernt wird und die restliche Niere belassen wird, oder eine vollständige Entfernung der Niere. Laut Studienlage sollen beide Methoden ähnliche Auswirkungen auf die Langzeitprognose der Patienten haben. Die organerhaltende Operation bringt den Vorteil, dass die Nierenfunktion nicht so stark eingeschränkt wird und die Lebensqualität der Patienten besser erhalten bleibt. Eine teilweise Entfernung ist bei günstiger Lage des Tumors und kleiner Größe möglich.

Auch bei der Herangehensweise bei einer operativen Entfernung gibt es zwei verschiedene Methoden: zum einen die „klassisch offene“, bei der der Bauchraum mit einem längeren Schnitt eröffnet wird, oder die sogenannte laparoskopische Operation, bei der über mehrere kleine Schritte Instrumente zur Entfernung des Tumors in den Bauchraum eingeführt werden.

Ist eine Operation aufgrund der körperlichen Verfassung, des hohen Lebensalters und der weiteren Erkrankungen des Patienten als zu Große Belastung für den Körper einzustufen, dann bringt sie als heilendes Verfahren keine Vorteile. In diesen Fällen oder wenn der Tumor nicht größer als 4 cm ist, kann das bösartige Krebsgewebe entweder durch Hitze (Radiofrequensablation) oder durch Kälte (Kryoablation) direkt in der Niere zerstört werden. Es besteht auch die Möglichkeit, den Nierenkrebs zu beobachten und engmaschig zu kontrollieren und von einer Behandlung abzusehen (aktive Überwachung).

Die Behandlung planen

 

Beim Erstellen Ihres Behandlungsplans spielen Ihre Bedürfnisse und Ihre körperliche Verfassung eine wichtige Rolle. Gemeinsam werden die möglichen Optionen, deren Vor- und Nachteile und die Auswirkungen auf Ihr Leben besprochen und der bestmögliche Behandlungsweg gefunden.

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