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Mehmet Özsoy, F.E.B.U

Facharzt für Urologie & Andrologie

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HARNSTEINE / NIERENSTEINE

Was wird als Nierenstein bezeichnet?

Bei einem Stein handelt es sich um eine harte, feste Masse, die sich in der Gallenblase, Blase und in den Nieren bilden kann. Diesen Steinarten liegen verschiedene Ursachen zu Grunde. Auch die Behandlungsmethoden unterscheiden sich.  Nierensteine entstehen, wenn Mineralien oder Säu- resalze in Ihrem Urin kristallisieren. Die meisten dieser Steine verlassen Ihren Körper, wenn Sie Urin ausscheiden. In manchen Fällen könnte jedoch Behandlungs- bedarf bestehen, um die Steine zu entfernen.

 

Nierenschmerzen oder Nierenkoliken können ein Hinweis für ein Steinleiden sein! Bleiben die Steine klein, verursachen sie keine Schmerzen und werden oft unbemerkt ausgeschieden. Wenn die Steine aber größer werden und nicht über den Harntrakt ausgeschieden werden können, sondern im Harnleiter, der Blase oder in der Harnröhre stecken bleiben, können sie eine äußerst schmerzhafte Nierenkolik hervorrufen. Ein regelmäßiger Nierenultraschall kann davor schützen.

 

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für die Behandlung von Harnsteinen?

Nierensteine, die nicht von selbst ausgeschieden werden, behandelt man entweder durch eine Stoßwellentherapie oder einen operativen Eingriff. Bei einer Stoßwellentherapie werden die Nierensteine durch Schallwellen in kleine Teile zertrümmert, die dann mit dem Urin ausgeschieden werden.Die Behandlung wird auch als extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) bezeichnet. Dabei wird eine Schallsonde auf die Haut aufgesetzt. Die Schallwellen wirken durch die Haut, sodass kein Schnitt wie bei einem operativen Eingriff notwendig ist. Bei unkomplizierten Nierensteinen dauert eine Stoßwellentherapie etwa 30 bis 60 Minuten und kann oft ambulant durchgeführt werden. Der Erfolg der Behandlung wird mit einer Ultraschalluntersuchung oder einer Röntgenaufnahme überprüft. Kleine Nierensteine gehen oft von selbst ab und erfordern keinen Eingriff, solange sie keine starken Beschwerden oder Komplikationen auslösen. Größere Steine müssen oft entfernt werden. Je nach Lage und Größe werden sie zertrümmert, endoskopisch entfernt oder operiert.

 

Zur Entfernung von Nieren- oder Harnleitersteinen werden feine Instrumente mithilfe eines Endoskops über die Harnröhre und Blase hoch in den Harnleiter bis zum Stein geführt. Dort wird der Stein mechanisch oder per Laser so zerkleinert, dass die Trümmer ausgeschieden oder endoskopisch entfernt werden können. Der Fachbegriff für die endoskopische Behandlung ist Uretero-Renoskopie (URS). Seltener müssen Nierensteine direkt im Nierenbecken entfernt werden. Dazu wird das Endoskop durch ein kleines Loch im Rückenbereich in das Nierenbecken oder in die Hohlräume der Niere eingeführt. Dort werden die Steine ebenfalls mechanisch oder per Laser zerkleinert und dann mit einer kleinen Zange entfernt. Diese endoskopische Operation wird  perkutane Nephrolithotripsie (PCNL) genannt. Sie erfordert eine Vollnarkose und einen Krankenhausaufenthal

Maßnahmen zur Vorbeugung von Harnsteinen

Erfolgt nach erstmaligem Auftreten von Harnsteinen keine ausrei- chende Nachsorge, beträgt das Risiko eines erneuten Auftretens von Harnsteinen etwa 60 Prozent. Allein aufgrund dieses hohen Risikos sind regelmäßige Nachsorge-Termine bei einem Facharzt für Urologie sowie individuell bedingte Maßnahmen empfohlen. Nach Analyse der Zusammensetzung der entfernten oder abgegan- genen Harnsteine ist oftmals eine individuelle Ernährungsumstel- lung nötig. Mithilfe der Analyse des Steines, Identifizierung bestehender Risiko- faktoren und entsprechender Nachsorge kann die Wahrscheinlich- keit einer Neubildung deutlich verringert werden.

Als allgemein gültige Maßnahmen zur Vorbeugung einer Steinbil-dung gelten insbesondere reichliche Flüssigkeitszufuhr
(Richtwert: Etwa zweieinhalb Liter Mineralwasser oder Früchtetees täglich) sowie ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend sportliche Betätigung.

 

Infobroschüre für PatientInnen

Perkutane Nephrolithotripsie (PCNL)

Uretero-Renoskopie (URS)

Extrakorporeale Stosswellen-

lithotripsie (ESWL)

Abbildungen ©  http://patients.uroweb.org/

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